Mein Kind ist ins Wasser gefallen … WAS TUN?

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Es ist wichtig zu unterscheiden, ob Dein Kind nur Wasser ins Gesicht und in den Mund bekommen hat oder ob es tatsächlich ins Wasser gefallen ist.

➔ Wenn Dein Kind Wasser in den Mund bekommen hat, aber nicht ins Wasser gefallen ist:
Nimm Dein Kind auf den Arm, beruhige es, halte Blickkontakt und klopf ihm sanft auf den Rücken zwischen den Schulterblättern, um ihm beim Husten zu helfen.

➔ Wenn Dein Kind ins Wasser fällt, muss es sofort gerettet werden!
Bei der Rettung aus dem Wasser halten viele Kinder zunächst wie in einem Schockzustand die Luft an, beginnen aber nach diesem kurzen Moment wieder zu atmen.

➔ Wenn ein Kind sehr ängstlich ist, kann sich seine Stimmritze, die Öffnung zwischen den Stimmbändern im Kehlkopf, verkrampfen.
Beruhige Dein Kind sofort, klopf ihm auf den Rücken, sprich mit ihm und puste ihm kräftig ins Gesicht. Dadurch löst sich oft der Krampf und ein Kind beginnt wieder zu atmen.
Wickel Dein Kind in eine Decke ein, um eine Unterkühlung zu verhindern. Beachte, dass auch relativ warmes Wasser zu einer Unterkühlung führen kann.

Schüttel NIEMALS Dein Kind und halte es auch nicht kopfüber mit den Beinen in der Luft, um Wasser aus der Lunge zu entfernen. Das funktioniert nicht!
Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob alles in Ordnung ist, lass Dein Kind von einem Arzt untersuchen, jetzt, direkt, nicht in der kommenden Woche.

➔ Wenn Dein Kind nach der Rettung aus dem Wasser nicht zu atmen beginnt, unabhängig davon, ob es ansprechbar oder bewusstlos ist, fordere sofort eine andere Person auf den Bademeister zu rufen und veranlasse einen Notruf (144 in der Schweiz und in Deinem Urlaubsland ??? ).

Wenn Dein Kind ansprechbar ist (d.h. bei Bewusstsein), leg es auf den Rücken auf den Boden und beatmen es fünfmal durch den Mund. Ja, auch bei einem ansprechbaren Kind kannst du das machen, wenn es nicht anfängt zu atmen. Du musst sehen, wie sich der Brustkorb Deines Kindes hebt, damit Du weisst, ob du es richtig gemacht hast.

Wenn ein Kind bewusstlos ist (nicht mehr reagiert), überprüfe sofort, ob es atmet.

Wenn das Kind atmet, bring es in die stabile Seitenlage.

Wenn ein Kind nicht atmet, fang SOFORT mit der Wiederbelebung an. Bei Kindern bedeutet dies, mit fünf Atemzügen zu beginnen (wie oben) und dann abwechselnd 30 Herzdruckmassagen und 2 Atemzüge zu durchzuführen. Und unbedingt in diesem 30:2 Rhythmus weitermachen, bis medizinische Hilfe eintrifft.

Wann war Dein letzter Erste-Hilfe-Kurs? Vielleicht ist es an der Zeit, Deine Kenntnisse aufzufrischen.

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