{"id":7918,"date":"2025-05-27T15:22:15","date_gmt":"2025-05-27T13:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.healthyandsafe.biz\/sicherer-badespass-praevention\/"},"modified":"2025-05-27T15:22:15","modified_gmt":"2025-05-27T13:22:15","slug":"sicherer-badespass-praevention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.healthyandsafe.ch\/de\/sicherer-badespass-praevention\/","title":{"rendered":"Sicherer Badespass: Pr\u00e4vention"},"content":{"rendered":"<p>Jedes Jahr ertrinken allein in der Schweiz rund 52 Menschen, davon etwa f\u00fcnf Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren. Zudem erleiden rund 25 Kinder nach einem Ertrinkungsunfall schwere, bleibende Hirnsch\u00e4den. Ertrinken ist der zweith\u00e4ufigste Unfalltod bei Kindern unter 5 Jahren!  <\/p>\n<p>Leider werden in Medien oft falsche Darstellungen und Missverst\u00e4ndnisse durch aufmerksamkeitsheischende Berichte erg\u00e4nzt. Das m\u00f6chte ich klarstellen. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><span style=\"color: #991923;\">Wusstest Du, dass<\/span><\/h1>\n<p>es vorkommt, dass ein Erwachsener ein ertrinkendes Kind sehen kann und den Ernst der Lage nicht erkennt?<br \/>\nein Kind im Wasser auf den Grund sinkt und in 20 Sekunden ertrinken kann?<br \/>\nein Kind sp\u00e4testens nach 2 Minuten das Bewusstsein verliert und dass nach etwa drei Minuten aufgrund von Sauerstoffmangel Hirnsch\u00e4den auftreten?<br \/>\ndie meisten ertrinkenden Kinder \u201enur kurz\u201c aus den Augen der Betreuungsperson gelassen wurden?<br \/>\n90 % der Unf\u00e4lle mit ertrinkenden Kindern sich innerhalb von 10 Metern um die Aufsichtsperson ereignen, aber wenn die Kinder vor\u00fcbergehend unbeaufsichtigt sind?<br \/>\ndie meisten t\u00f6dlichen Badeunf\u00e4lle in privaten Schwimmb\u00e4dern und Biotopen passieren?<br \/>\nS\u00e4uglinge und Kleinkinder unter 3 Jahren am ehesten in der heimischen Badewanne ertrinken?<br \/>\nKinder unter 5 Jahren am meisten gef\u00e4hrdet sind?<br \/>\nAutistische Kinder ein erh\u00f6htes Risiko haben zu ertrinken, weil sie gerne \u201eumherwandern\u201c?<br \/>\nJugendliche ertrinken, weil sie ihre eigenen Grenzen \u00fcbersch\u00e4tzen und die Gefahren und Risiken untersch\u00e4tzen?<br \/>\nErtrinkungsunf\u00e4lle von Jugendlichen h\u00e4ufig mit Drogen und Alkohol und in nat\u00fcrlichen Gew\u00e4ssern in Verbindung gebracht werden?<br \/>\nTeiche, Fl\u00fcsse und B\u00e4che die gef\u00e4hrlichsten Orte sind? Die H\u00e4lfte aller Kinder, die dort einen Ertrinkungsunfall haben, \u00fcberlebt das Ertrinken dort nicht.  <\/p>\n<p><strong>Aber das Wichtigste ist:<\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #991923;\">ERTRINKEN BEI KLEINKINDERN IST LAUTLOS!<\/span><\/p>\n<p>Kein hektisches Auftauchen, kein Schnappen nach Luft, kein Hilfeschrei, kein wildes Rudern und Plantschen mit den Armen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #991923;\">Lass deshalb Dein Kind NIEMALS unbeaufsichtigt im oder am Wasser! <\/span>Ertrinken bei Kleinkindern kann und muss verhindert werden!<\/p>\n<p>In den popul\u00e4ren Medien wird die Pr\u00e4vention leider selten in den Vordergrund gestellt, sondern es wird fast ausschliesslich auf zwei besondere Notf\u00e4lle hingewiesen (obwohl beide sehr selten sind und nur 1 bis 2 % aller Ertrinkungsunf\u00e4lle ausmachen). Ich rede von <\/p>\n<ul>\n<li><strong>sekund\u00e4rem Ertrinken und<\/strong><\/li>\n<li><strong>trockenem Ertrinken<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Beim sekund\u00e4ren Ertrinken reagiert die Lunge verz\u00f6gert. Fl\u00fcssigkeiten, die in die Lunge gelangen, verursachen dort Entz\u00fcndungsreaktionen und \u00d6deme. Die Person erstickt aufgrund von Sauerstoffmangel.  <\/p>\n<p>Um es ganz deutlich zu sagen: Sekund\u00e4res Ertrinken passiert nicht bei einem Kind, das nach einem Sturz ins Wasser v\u00f6llig gesund ist. Das passiert bei Kindern, die ertrunken sind und schwere Anzeichen hatten und wiederbelebt werden mussten. Und JEDES Ertrinkungsopfer, das gerettet wird, braucht professionelle medizinische Hilfe.<\/p>\n<p>Anzeichen f\u00fcr \u201esekund\u00e4res Ertrinken\u201c, die einen schnellen Arztbesuch erforderlich machen, sind: Ein Kind (oder ein Erwachsener) f\u00e4ngt nach Stunden oder Tagen wieder an zu husten, klagt \u00fcber Schmerzen in der Brust, erbricht, hat Schwierigkeiten beim Atmen oder wirkt apathisch.<\/p>\n<p>Trockenes Ertrinken ist eine Schockreaktion des K\u00f6rpers. Aufgrund ihres \u00fcberproportional gro\u00dfen Kopfes verlieren Kinder leicht den Halt. Wenn der Kopf ins Wasser f\u00e4llt, verschliesst sich die Stimmritze im Rachen und macht das Atmen unm\u00f6glich. Der Verschluss ist wie ein Krampf, der von alleine nicht mehr weggeht. Das Kind kann ersticken &#8211; selbst in der kleinsten Pf\u00fctze!    <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Checkliste Pr\u00e4ventionstips<\/h1>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #991923;\">Lass Dein Kleinkind NIEMALS unbeaufsichtigt <\/span>&#8211; weder in der Badewanne, im Planschbecken noch in einem anderen Gew\u00e4sser.<\/li>\n<li>Wenn Du Dein Kind allein lassen musst, stell sicher, dass ein anderer Erwachsener f\u00fcr Dein Kind verantwortlich ist und dass diese Person ihre Verantwortung versteht. Das Gleiche gilt, wenn Du Dich in einer Gruppe unterwegs bist: Eine Person muss die Verantwortung tragen und die Kinder ST\u00c4NDIG beaufsichtigen! <\/li>\n<li>Der Bademeister im Schwimmbad ist nicht f\u00fcr Dein Kind verantwortlich. Das ist Deine Aufgabe!<br \/>Also &#8230; <span style=\"color: #991923;\">Leg Dein Mobiltelefon weg<\/span>! Die Ablenkung durch das Handy ist schlicht und ergreifend gef\u00e4hrlich, wenn kleine Kinder im Wasser sind.  <\/li>\n<li>Schwimmhilfen sind KEIN Ersatz f\u00fcr die Aufsicht, sie sind keine Garantie gegen Ertrinken.<\/li>\n<li>Melde DeinKind so fr\u00fch wie m\u00f6glich zur Wassergew\u00f6hnung und zum Schwimmunterricht an. So lernt es die Gefahren des Wassers kennen und versteht, wie es sich im Umgang mit dem Wasser verhalten soll. Und es lernt, dass es sich mit Bewegung \u00fcber Wasser halten kann.<br \/>\nSchwimmunterricht f\u00fcr Eltern und Kinder ist sicher. Ich pers\u00f6nlich bin kein Fan davon Kinder unter Wasser zu tauchen, wozu manche Schwimmlehrer die Eltern ermutigen oder sogar auffordern. Bei meinen eigenen Kindern habe ich das nie gemacht, und ich glaube, dass es bei vielen Babys unvern\u00fcnftig ist.    <\/li>\n<li>Deck Dein Schwimm- und Planschbecken immer ab und\/oder z\u00e4une es ein, wenn es nicht in Gebrauch ist. Das Gleiche gilt f\u00fcr einen Gartenteich. <\/li>\n<li>Wenn Kinder in der N\u00e4he von offenem Wasser spielen, sollten sie immer eine Schwimmweste tragen.<\/li>\n<li>Bring Deinem Teenager bei, niemals in unbekanntes Wasser zu springen. Und er darf auch seine Freunde nicht dazu ermutigen, dies zu tun. Kl\u00e4re Deinen Teenager \u00fcber das Risiko des Ertrinkens UND \u00fcber das Risiko von Wirbels\u00e4ulenverletzungen auf. Zeig ihm die Website der Schweizer Paraplegiker Stiftung, damit er den Link sehen kann.   <\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch wenn es wichtig ist, Kinder fr\u00fch an das Wasser zu gew\u00f6hnen, lernen die meisten Kinder erst im Alter von etwa f\u00fcnf Jahren richtig schwimmen.<\/p>\n<p>Auch wenn Dein Kind bereits schwimmen kann, bleibe wachsam. Vor allem in kaltem Wasser, bei Wellengang oder starker Str\u00f6mung kommen Kinder schnell an ihre Grenzen. Erst ab einem Alter von etwa 10 Jahren und mit viel \u00dcbung ist ein Kind relativ sicher im Schwimmen und kann Gefahren einsch\u00e4tzen.  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedes Jahr ertrinken allein in der Schweiz rund 52 Menschen, davon etwa f\u00fcnf Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren. Zudem erleiden rund 25 Kinder nach einem Ertrinkungsunfall schwere, bleibende Hirnsch\u00e4den. Ertrinken ist der zweith\u00e4ufigste Unfalltod bei Kindern unter 5 Jahren! Leider werden in Medien oft falsche Darstellungen und Missverst\u00e4ndnisse durch aufmerksamkeitsheischende Berichte erg\u00e4nzt. 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